Spielregeln

Regeln des Kleinen Lenormand: wie du die 36 Karten legst und deutest

Das Kleine Lenormand Schritt für Schritt erklärt: ein Spiel mit 36 Karten, das man in Sätzen liest, ohne umgekehrte Karten. Die Frage, das Mischen, das Abheben, die Wahl der Karten, dann die Deutung in Paaren, in der Fünferreihe und im Neunerquadrat.

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Das Kleine Lenormand ist ein Spiel mit 36 Karten, das um 1800 in Deutschland aufkam und später unter dem Namen von Mademoiselle Lenormand verkauft wurde, einer Pariser Kartenlegerin, die 1843 starb. Es ist kein Tarot: Seine Karten zeigen einfache Dinge, den Reiter, das Haus, den Brief, den Schlüssel, die sich wie Wörter lesen. Zwei Karten nebeneinander ergeben einen Ausdruck, fünf Karten einen Satz. Und sie werden nie umgekehrt gelesen.

Bevor du anfängst

Das Lenormand beantwortet am besten konkrete Fragen zu einer aktuellen Situation.

  • Eine genaue Frage: „Wie gehe ich dieses Treffen an?“, „Was blockiert diese Angelegenheit?“ Je konkreter sie ist, desto konkreter werden die Karten.
  • Für eine große Lebensfrage ist ein Tarot, das Marseille oder das Rider-Waite-Smith, besser geeignet.
  • Deine Frage aufzuschreiben ist freiwillig; wenn du es tust, bleibt sie auf deinem Gerät.

Die Legung, Schritt für Schritt

  1. Wähle Spiel und Legung

    Bring auf der Seite Karten das Kleine Lenormand in die Mitte des Rads und tipp auf „Karten ziehen“. Fang mit drei Karten an, gelesen wie ein kurzer Satz. Die Fünferreihe ist die Grundform des Lenormand; das Neunerquadrat kommt danach, für eine Situation mit mehreren Seiten. Dann „Diese Legung wählen“.

  2. Stell deine Frage

    Schreib sie auf oder behalte sie im Kopf, dann „Karten mischen“. Eine Option für umgekehrte Karten gibt es nicht: Das Lenormand wird immer aufrecht gelesen.

  3. Misch die Karten

    Streich mit dem Finger über den Stapel: Jeder Strich bewegt ein Päckchen Karten von oben ins Innere des Stapels. Behalte deine Frage so lange im Kopf, wie du brauchst.

  4. Heb ab

    Wähle, wo du abhebst: Der untere Teil kommt nach oben. Deine Hand legt die endgültige Reihenfolge der 36 Karten fest.

  5. Wähle deine Karten

    Der Fächer öffnet sich, verdeckt. Streich mit dem Finger darüber und zieh die Karte, die vorrückt, zu dir, oder tipp sie noch einmal an. Die Karten werden in der Reihenfolge gelegt, in der du sie nimmst, von Platz 1 bis zum letzten.

  6. Dreh sie um

    Tipp jede Karte an, um sie aufzudecken. Alle liegen aufrecht: Hier kommt die Bedeutung von den Nachbarkarten, nicht von der Lage der Karte.

  7. Lies deine Legung

    „Meine Legung lesen“ öffnet die Deutung: der rote Faden, dann ein Blatt pro Karte. Lies die Karten danach zusammen, wie einen Satz: Dort spricht das Lenormand.

Karten ziehen mit dem Kleinen Lenormand

In Paaren lesen: die Grundlage

Zwei benachbarte Karten werden zusammen gelesen: Die erste nennt das Thema, die zweite bestimmt es näher, wie ein Hauptwort mit einem Eigenschaftswort. Der Reiter (der schnelle Austausch), gefolgt vom Brief (das Schriftliche): eine schriftliche Botschaft, die du am besten gleich abschickst. Derselbe Reiter, gefolgt von den Wolken (die Unklarheit): ein verworrener Austausch, den du klären solltest, bevor du antwortest. Eine Karte allein sagt wenig; entscheidend ist die Nachbarkarte.

Die Fünferreihe

Fünf Karten in einer Reihe, von links nach rechts gelesen. Die mittlere Karte ist das Thema; die Karten links liest man oft als das, was dorthin führt, die rechts als das, was daraus folgt. Lies zuerst die Mittelkarte mit jeder ihrer Nachbarinnen, dann die ganze Reihe als Satz.

Das Neunerquadrat

Neun Karten im Quadrat, drei mal drei. Die Karte in der Mitte ist das Thema. Die drei Reihen, die drei Spalten und die zwei Diagonalen liest man jeweils wie einen Satz aus drei Karten. Fang mit der Reihe und der Spalte an, die durch die Mitte gehen, dann die Diagonalen.

Die Personenkarten

Der Herr (28) und die Dame (29) stehen oft für die fragende Person oder für einen wichtigen Menschen in der Situation. Die Karten direkt neben ihnen sprechen von dem, was sie unmittelbar betrifft.

Drei Anfängerfehler

  • Jede Karte einzeln lesen. Im Lenormand sagt eine Karte allein fast nichts: Lies immer paarweise.
  • Eine Karte für sich als gut oder schlecht nehmen. Der Sarg ist nicht immer traurig, die Sonne nicht immer ein Sieg: Die Nachbarin entscheidet.
  • Eine zu allgemeine Frage stellen. „Mein Liebesleben“ ergibt eine verschwommene Legung; „Wo ich in dieser Beziehung stehe“ eine klare Antwort.

Häufige Fragen

Ist das Lenormand ein Tarot?

Nein. Es ist ein Spiel mit 36 Karten, näher an Spielkarten als am Tarot: Seine Karten sind keine Arkana, sondern Gegenstände und Situationen des Alltags, und sie werden in Kombinationen gelesen statt einzeln.

Warum sind die Karten nie umgekehrt?

Weil das Lenormand einer Karte auf dem Kopf keine Bedeutung gibt: Die Nachbarkarten sorgen für die Nuance. Deshalb legt Arcanes alle Karten aufrecht, und die Option für umgekehrte Karten gibt es bei diesem Spiel nicht.

Wie viele Karten soll man ziehen?

Drei für eine einfache Antwort, fünf in einer Reihe für eine genaue Frage, neun im Quadrat für eine Situation mit mehreren Seiten. Die Große Tafel, bei der alle 36 Karten ausgelegt werden, ist der nächste Schritt; Arcanes bietet sie noch nicht an.

Ist die Legung wirklich zufällig?

Ja. Die 36 Karten werden vor deiner ersten Geste verteilt, in einer Reihenfolge, die der kryptografische Zufallsgenerator deines Geräts bestimmt; danach bewegen deine Gesten echte Päckchen, und die Karte, die du nimmst, ist die, die unter deinem Finger lag.

Karten ziehen mit dem Kleinen Lenormand